DON'T LOOK BACK IN ANGER

Auf dem Gurnigel im @naturparkgantrisch. Winter 2019. Was für eine atemberaubende Kulisse. Direkt vor mir. Und doch schaue ich zurück. Auf einen harten Weg. Von Rüti bei Riggisberg auf den Gipfel meines Hausberges. Gelitten habe ich auf diesem Weg nicht. Kein bisschen. Ich habe es gemütlich genommen. Genossen. Alles eine Frage der Herangehensweise.



Ich bin heute zufällig auf dieses Bild gestossen. Sofort sah ich darin Parallelen zu meinem Alltag. Zu meiner Vergangenheit. Grundsätzlich bin ich mit ihr im Reinen. Obwohl mich mein Lebensweg geradewegs gegen eine Wand führte. Vielleicht gegen mehrere Wände. Anfangs ging ich mit dem Kopf dadurch. Bis ich schliesslich an einer zerschellte. Trotzdem bin ich stolz auf mein Leben. Darauf, wo ich heute stehe. Wer ich heute bin. Die letzten zwei Jahre überfordern mich noch immer. Nicht immer. Von Zeit zu Zeit. Nicht zurückschauen ist keine Lösung. Die Vergangenheit bleibt. Auch wenn du die Augen vor ihr verschliesst. In Wut zurückzuschauen ist keine Lösung. Du nährst dadurch bloss den Hass. Die Angst. Von beidem hat die Welt genug. Leider. Ich brauche keinen Beitrag dazu zu leisten. Immer öfter gelingt es mir, ohne negative Wertung auf die letzten zwei Jahre zurückzuschauen. Auf mein Burnout. Eine Zeit absoluter Abhängigkeit. Von Ärzten. Versicherungen. Hilfsstellen. Allen fällt es schwer, dich zu verstehen. Obwohl sie dazu ausgebildet wurden. Du bekommst deutlich zu spüren, dass man dich in eine neue Schublade steckt. Plötzlich sind die Vorurteile, mit denen man dir begegnet, nicht mehr positiv. Der Startbonus einer jeder Begegnung ist weg. Dabei bist du noch derselbe. Nahrung für Selbstzweifel: "Hat man mich nur meiner Leistungen wegen geschätzt? Weil man von mir profitieren wollte?". Menschen, die dir ohne Vorurteile begegnen sind selten. Früher hätte es mich unterbewusst vielleicht geärgert, dass sie sich nicht davon blenden lassen, was die Gesellschaft mir attestiert. Heute verspüre ich eine unendliche Dankbarkeit, wenn jemand mich kennen lernen will. Nicht die Schublade, in der ich stecke. Ich versuche, dies zuzulassen. Und selbst hinter die Schubladen zu schauen. Nicht einfach. Beides nicht. Aber ich mag Herausforderungen noch immer. Auf meinem Weg von der Talsohle zurück Richtung Gipfel, gab es viele steile Rampen zu bewältigen. Mein erster Rechtsstreit. David gegen Goliath. In einem Moment, der unpassender nicht sein könnte. Viele weitere Rampen warten wohl noch auf mich. Was kommt, wissen wir nicht. Beeinflussen können wir es kaum. Aber wir bestimmen, an was wir uns erinnern. Welche Bedeutung wir welcher Erinnerung schenken. Den Niederlagen, Siegen, Tränen, Gelächter, Konflikten, der Harmonie. Den Enden, er schönen Zeit davor oder den Neuanfänge. Nicht in Wut auf die letzten Jahre zurückschauen, ist kein Selbstläufer. Zumindest noch nicht. Aber ich glaube seit jeher an das Gute im Menschen. Das wird sich durch die jüngsten Erlebnisse nicht ändern. Im Gegenteil. 🚴‍♂️/📷 @ruedibeck #cyclingmyway #ridetogrow #outsideisfree #optoutside #clippedinandfree #opentheroad #fromwhereiride #lifebehindbars #cyclinglife #gurnigel #powerofthepast #gantrichnaturpark #cyclingshots #goneriding #cyclingswitzerland #viewslikethese #skivelocenter #justbikeit #cyclingtips #bestcyclingstyle #routedesgrandesalpes #keepexploring #neverstopexploring #gcninspiration #gcn #swisscyclingfamily #fastandfemalesui #ridelots #roadporn

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